Pressemitteilung

  

26.03.2014

FNB Gas: Nur ein stabiles Regulierungssystem führt zu den notwendigen Investitionen in Netze und erhöht Versorgungssicherheit

 

Berlin. „Ohne stabilen regulatorischen Rahmen lässt sich die anspruchsvolle Zielsetzung der Energiewende in der Zukunft kaum umsetzen“,  fasst Inga Posch, Geschäftsführerin der Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas (FNB Gas) am Rande des in Berlin stattfinden BDEW-Fachkongresses „Treffpunkt Netze 2014“ die Einschätzung der deutschen Erdgas-Fernleitungsnetzbetreiber zusammen. Im Umfeld der gestarteten Diskussionen zur dritten Regulierungsperiode machte Posch klar: „Das Thema ‚Anreizregulierung 2.0‘ bietet keinen Raum für Experimente: Regulierung und Energiewende sind zwei komplexe Größen, die voneinander abhängen und sich gegenseitig bedingen. Die Herausforderungen der Energiewende müssen immer auch in der Regulierung abgebildet werden“. 

Insbesondere Investoren benötigten einen stabilen und verlässlichen regulatorischen Ordnungsrahmen, nur so ließen sich die Risiken für anstehende oder bereits getätigte Investitionen in Netze verringern, so Posch weiter. Hier dürfe Vertrauen nicht verspielt werden, wenn Deutschland auch in Zukunft  weiterhin zuverlässig mit Erdgas versorgt werden solle. „Investoren werden aber dann abgeschreckt, wenn das Regulierungssystem grundlegend geändert wird und es dadurch zu Wertverlusten bereits getätigter Investments kommt. Die deutschen Fernleitungsnetzbetreiber plädieren deshalb mit Nachdruck für einen evolutionären Weg bei der Ausgestaltung der dritten Regulierungsperiode. Wir sind bereit, unsere Vorschläge für die Weiterentwicklung des Regulierungssystems einzubringen“, beschreibt Posch das Angebot der Fernleitungsnetzbetreiber zum Dialog.

Darüber hinaus verwies die FNB Gas-Geschäftsführerin auch auf den Netzentwicklungsplan Gas (NEP Gas), mit dem die Fernleitungsnetzbetreiber sich im engen Austausch mit allen relevanten Marktpartnern zu Investitionen für Projekte, die im nationalen und EU-weiten Interesse liegen, verpflichten. „Nach nunmehr drei Netzentwicklungsplänen hat sich ein mit mehrfachen Konsultationen der Marktteilnehmer verbundener rollierender Prozess etabliert. Größte Herausforderung dabei wird es in Zukunft sein, die aufgrund immer wieder geänderter Szenarioannahmen ermittelten Ausbauerfordernisse des deutschen Gasfernleitungsnetzes termingerecht in Betrieb nehmen zu können. Die im Rahmen der gegenwärtigen Anreizregulierung von der Bundesnetzagentur genehmigten Investitionsmaßnahmen (IMA) sollten beibehalten werden - sie haben sich als ‚best practice‘ erwiesen“,  so Posch weiter. Hier sei allerdings eine Verlängerung der Genehmigungsdauer auf vier Regulierungsperioden vorstellbar, dies führe zu einer besseren Planbarkeit von  Renditen aus Investitionsmaßnahmen und erhöhe die Sicherheit des Investitionsrahmens.

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Die Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas e. V. (FNB Gas) ist der Zusammenschluss der deutschen Fernleitungsnetzbetreiber, also der großen überregionalen und grenzüberschreitenden Gastransportunternehmen. Die Vereinigung hat sich Ende 2012 gegründet und betreibt seit April 2013 eine Geschäftsstelle in Berlin. Ein inhaltlicher Schwerpunkte der Vereinigung ist der Netzentwicklungsplan Gas, der seit 2012 durch die Fernleitungsnetzbetreiber erstellt wird. Zudem vertritt die Vereinigung ihre Mitglieder auch als Ansprechpartner gegenüber Politik, Medien und Öffentlichkeit.

  

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Pressekontakt:


Jeremias Pressl

Telefon: +49 30 921023513

Email: jeremias.pressl@fnb-gas.de

 

 

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