Pressemitteilung

  

 

23.02.2015

Fernleitungsnetzbetreiber starten Konsultation zum Netzentwicklungsplan Gas 2015

 

  • Investitionsvolumen bis 2025 steigt auf 3,5 Mrd. Euro
  • Pläne zur Umstellung von L- auf H-Gas weiter konkretisiert
  • Fernleitungsnetzbetreiber stellen höheren H-Gas-Bedarf bis 2030 fest 


Berlin, 23. Februar 2015. Mit detaillierteren Plänen zur Umstellung von L- auf H-Gas gehen die deutschen Fernleitungsnetzbetreiber in die Konsultation des vierten Netzentwicklungsplans (NEP) Gas. Der nun veröffentlichte NEP Gas 2015 bestätigt nach Auffassung der 17 FNB weitestgehend die Maßnahmen des NEP Gas 2014. „Zugleich enthält er einen konkretisierten Ausblick zur H- und L-Gas-Situation bis zum Jahr 2030“, betont Inga Posch, Geschäftsführerin der Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas (FNB Gas).

Bei der Berechnung der zusätzlich benötigten H-Gas-Mengen bis 2025 orientierten sich die Fernleitungsnetzbetreiber an der H-Gas-Quellenverteilung des im November von der Bundesnetzagentur (BNetzA) bestätigten Szenariorahmens. Zudem erstellten sie erstmalig eine jahresscharfe H-Gas-Bilanz für Deutschland bis 2030. Das Ergebnis: Um den hohen Versorgungsstandard in Deutschland zu erhalten, muss die Infrastruktur für den H-Gas-Transport ausgebaut werden.

Die Zahl der Maßnahmen erhöht sich im Vergleich zum NEP 2014 um 17 auf nun 73 Vorhaben. Das damit verbundene Investitionsvolumen umfasst 2,8 Mrd. € bis zum Jahr 2020 und steigt auf insgesamt 3,5 Mrd. € bis zum Jahr 2025.

Mit der Vorlage des bereits vierten NEP Gas seit 2012 nehmen die Fernleitungsnetzbetreiber ihre Verantwortung für einen transparenten und gesamtwirtschaftlich sinnvollen Netzausbau wahr. Um diesen auf ein solides Fundament zu stellen, brauche es einen stabilen Regulierungsrahmen mit einer risikoadäquaten Verzinsung, verlangt der Vorsitzende des FNB Gas, Ralph Bahke. Darüber hinaus sei es sinnvoll, den Turnus der deutschen Planungen mit den europäischen zu harmonisieren. „Bei einem Zwei-Jahres-Turnus auch für den NEP Gas könnten die Erkenntnisse beider Pläne besser verzahnt werden“, sagt Bahke. Die diesbezüglich laufende Initiative zur Gesetzesänderung begrüßt der FNB Gas daher ausdrücklich.

Die Marktteilnehmer haben bis zum 13. März 2015 die Möglichkeit, ihre Stellungnahme zu dem auf der FNB Gas Homepage unter www.fnb-gas.de veröffentlichten Konsultationsdokument abzugeben. Zusätzlich veranstalten die FNB einen ganztägigen Konsultationsworkshop am 4. März 2015 in Berlin, auf dem der NEP Gas 2015 detailliert vorgestellt wird.

 

Über FNB Gas:

Die Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas e.V. (FNB Gas) ist der Zusammenschluss der deutschen Fernleitungsnetzbetreiber, also der großen überregionalen und grenzüberschreitenden Gastransportunternehmen. Die Vereinigung hat sich Ende 2012 gegründet und betreibt seit April 2013 eine Geschäftsstelle in Berlin. Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Vereinigung ist der Netzentwicklungsplan Gas, der seit 2012 durch die Fernleitungsnetzbetreiber erstellt wird. Zudem vertritt die Vereinigung ihre Mitglieder auch als Ansprechpartner gegenüber Politik, Medien und Öffentlichkeit.

Zu den Mitgliedern der Vereinigung zählen die Unternehmen bayernets GmbH, Fluxys TENP GmbH, GASCADE Gastransport GmbH, Gastransport Nord GmbH, Gasunie Deutschland Transport Services GmbH, GRTgaz Deutschland GmbH, jordgas Transport GmbH, Nowega GmbH, ONTRAS Gastransport GmbH, Open Grid Europe GmbH, terranets bw GmbH und Thyssengas GmbH. Sie betreiben zusammen ein rund 40.000 Kilometer langes Leitungsnetz.

 

Alle Unterlagen zum Konsultationsdokument NEP 2015 finden Sie hier 

 

Pressemitteilung (Download)

 


Pressekontakt:

Jeremias Pressl

Tel: +49 (30) 9210 23513

Fax: +49 (30) 9210 23543

Email: jeremias.pressl@fnb-gas.de

 

Zurück zur Übersicht