Pressemitteilung

 

Konsultation zum Netzentwicklungsplan Gas 2016 startet: Fernleitungsnetzbetreiber empfehlen Netzausbau unter Berücksichtigung der Nord-Stream-Erweiterung

 

  • Netzausbauvorschlag der FNB robust gegen Änderungen auf der Aufkommensseite
  • Netzentwicklungsplan (NEP) enthält erstmals zwei H-Gas-Quellenverteilungen
  • Investitionen in Höhe von 4,4 Mrd. Euro bis 2026 vorgesehen
  • Nächster NEP Gas erst 2018


Berlin, 15. Februar 2016. Im heute vorgestellten Konsultationsdokument zum NEP Gas 2016 veröffentlichen die Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) erstmals zwei H-Gas-Quellenverteilungen. Das zusätzliche zweite Szenario berücksichtigt die Erweiterung der Nord Stream, mit der ein beträchtlicher Teil des prognostizierten deutschen Zusatzbedarfs in Zukunft gedeckt werden könnte. „In den kommenden Jahren werden sich die Quellen für den Energieträger Erdgas zunehmend verändern. Dieser Herausforderung tragen die Fernleitungsnetzbetreiber mit der Empfehlung einer robusten Netzausbauvariante im Sinne der Versorgungssicherheit Rechnung“, begründet FNB Gas-Geschäftsführerin Inga Posch.

Die Weiterentwicklung der deutschen Fernleitungsinfrastruktur berücksichtigt die signifikant abnehmende inländische Produktion, den geringeren Import von L-Gas und die daraus resultierende Marktraumumstellung sowie die Anforderungen, die sich aus der alternativen Quellenverteilung ergeben. Konkret empfehlen die FNB folgende Maßnahmen:

  • Für die Anforderungen des Jahres 2022 sind Investitionen in Höhe von rund 3,6 Mrd. Euro vorgesehen, mit denen 744 Kilometer Ferngasleitungen gebaut und eine zusätzliche Verdichterleistung in Höhe von rund 425 MW geschaffen werden.
  • Die Anforderungen des Jahres 2027 erfordern Investitionen in Höhe von zusätzlichen 0,8 Mrd. Euro (insgesamt 4,4 Mrd. Euro), die das Neubauvolumen auf 802 Leitungskilometer und die zusätzliche Verdichterleistung auf insgesamt rund 526 MW erhöhen.


Mit der Vorlage des fünften NEP Gas seit 2012 nehmen die Fernleitungsnetzbetreiber ihre Verantwortung für einen transparenten und gesamtwirtschaftlich sinnvollen Netzausbau wahr. Der nächste NEP wird auf Beschluss der Bundesregierung erst in zwei Jahren erstellt. „Damit hat uns die Politik die Möglichkeit gegeben, unsere Planungen mit den europäischen besser zu verzahnen und so noch stärker im gesamteuropäischen Kontext zu denken“, betonte der Vorsitzende des FNB Gas, Ralph Bahke.

Die Marktteilnehmer haben bis zum 4. März 2016 die Möglichkeit, ihre Stellungnahme zu dem auf der FNB Gas Homepage (www.fnb-gas.de) veröffentlichten Konsultationsdokument an info@fnb-gas.de abzugeben. Zusätzlich veranstalten die FNB einen ganztägigen Konsultationsworkshop am 25. Februar 2016 in Berlin, bei dem der NEP Gas 2016 detailliert vorgestellt wird.



Über den FNB Gas:
Die Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas e.V. (FNB Gas) mit Sitz in Berlin ist der 2012 gegründete Zusammenschluss der deutschen Fernleitungsnetzbetreiber, also der großen überregionalen und grenzüberschreitenden Gastransportunternehmen. Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Vereinigung ist der Netzentwicklungsplan Gas, der seit 2012 durch die Fernleitungsnetzbetreiber erstellt wird. Zudem vertritt die Vereinigung ihre Mitglieder auch als Ansprechpartner gegenüber Politik, Medien und Öffentlichkeit.

Zu den Mitgliedern der Vereinigung zählen die Unternehmen bayernets GmbH, Fluxys TENP GmbH, GASCADE Gastransport GmbH, Gastransport Nord GmbH, Gasunie Deutschland Transport Services GmbH, GRTgaz Deutschland GmbH, jordgas Transport GmbH, Nowega GmbH, ONTRAS Gastransport GmbH, Open Grid Europe GmbH, terranets bw GmbH und Thyssengas GmbH. Sie betreiben zusammen ein rund 40.000 Kilometer langes Leitungsnetz.

Pressekontakt:
Nils Grabbe
Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas e.V.
Georgenstraße 23
10117 Berlin    
Phone: +49 30 921023532
Fax: +49 30 921023543
Email: nils.grabbe@fnb-gas.de
www.fnb-gas.de

 

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