Pressemitteilung

 

29.03.2018


Entwurf NEP Gas 2018-2028: Konsultation bestätigt den Netzausbauvorschlag der Fernleitungsnetzbetreiber

 

  • Fernleitungsnetzbetreiber übermitteln konsultierten und überarbeiteten Netzentwicklungsplan an Bundesnetzagentur
  • Marktteilnehmer begrüßen die Rolle der Gasinfrastruktur im zukünftigen Energiesystem


Berlin, 29. März 2018. Mit dem heute an die Bundesnetzagentur (BNetzA) übermittelten und auf der FNB Gas Webseite veröffentlichten Entwurf des Netzentwicklungsplans (NEP) Gas 2018-2028 legen die deutschen Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) einen umfassenden Netzausbauplan für eine zukunftssichere Erdgasversorgung bis 2028 vor.


Im Rahmen der öffentlichen Konsultation, bei der 33 Stellungnahmen eingingen, hatten die Marktteilnehmer mehrheitlich den Netzausbauvorschlag der FNB befürwortet. Mit den im Netzentwicklungsplan Gas 2018-2028 ermittelten Netzausbaumaßnahmen können Kapazitäten u. a. für den zusätzlichen Exit-Bedarf an Grenzübergangspunkten in Höhe von    66 GW und Exitkapazitäten für die L-H-Gas-Umstellung in Höhe von 70 GW bereitgestellt werden.


Erstmals enthält der Netzentwicklungsplan Gas 2018-2028 ein eigenes Kapitel zum Wert der Gasinfrastruktur für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende. Der Markt begrüßte im Rahmen der Konsultation den Vorschlag der FNB, insbesondere das Thema Sektorkopplung in diesem und zukünftigen Netzentwicklungsplänen stärker zu berücksichtigen.


Im Zuge der Überarbeitung des Netzentwicklungsplans Gas 2018-2028 wurden die Eingangsgrößen der Versorgungssicherheitsvariante TENP in der NEP-Gas-Datenbank (Datenbankzyklus „2018 – NEP Entwurf“) ergänzt. Weiterhin haben die FNB eine Zuordnung von geplanten Gaskraftwerksneubauten zu Netzausbaumaßnahmen vorgenommen.


Nach Aussage der BNetzA und des niederländischen Wirtschaftsministeriums ist erst im Frühsommer 2018 mit einer belastbaren Aussage der niederländischen Regierung zu den zukünftigen Produktionsmengen und etwaige Auswirkungen auf die Exportmengen nach Deutschland zu rechnen. Somit bleibt nach aktuellem Stand die L-Gas-Umstellungsplanung im Entwurf NEP Gas 2018-2028 vorerst unverändert.


Die FNB schlagen vor, das Fernleitungsnetz gegenüber dem heutigen Stand um 1.390 km zu erweitern und neue Verdichterleistung in Höhe von 499 MW zu installieren, um auf diese Weise den benötigten Transportbedarf für Deutschland und Zentraleuropa abzusichern. In Summe ergibt sich ein Investitionsbedarf in Höhe von 7 Mrd. Euro bis 2028.


Bis Ende Juni 2018 erfolgt nun durch die Fernleitungsnetzbetreiber die Erarbeitung der Versorgungssicherheitsvariante TENP. Die Konsultation der Modellierungsvariante startet voraussichtlich am 2. Juli 2018.


Über den FNB Gas:
Die Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas e.V. (FNB Gas) mit Sitz in Berlin ist der 2012 gegründete Zusammenschluss der deutschen Fernleitungsnetzbetreiber, also der großen überregionalen und grenzüberschreitenden Gastransportunternehmen. Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Vereinigung ist der Netzentwicklungsplan Gas, der seit 2012 durch die Fernleitungsnetzbetreiber erstellt wird. Zudem vertritt die Vereinigung ihre Mitglieder auch als Ansprechpartner gegenüber Politik, Medien und Öffentlichkeit.

Mitglieder der Vereinigung sind die Unternehmen bayernets GmbH, Fluxys TENP GmbH, GASCADE Gastransport GmbH, Gastransport Nord GmbH, Gasunie Deutschland Transport Services GmbH, GRTgaz Deutschland GmbH, jordgas Transport GmbH, Nowega GmbH, ONTRAS Gastransport GmbH, Open Grid Europe GmbH, terranets bw GmbH und Thyssengas GmbH. Sie betreiben zusammen ein rund 40.000 Kilometer langes Leitungsnetz.

 

Pressekontakt:
Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas e.V.
Georgenstraße 23
10117 Berlin    

Tel: +49 (30) 9210 2350
Fax: +49 (30) 9210 23543
Email: info@fnb-gas.de



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