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08.06.2020 Stellungnahme

Fernleitungsnetzbetreiber beteiligen sich an Konsultationen auf EU-Ebene zur Sektorkopplung (smart sector integration) und zur Europäischen Wasserstoffstrategie

Im Rahmen des „European Green Deals“, der Europa bis 2050 klimaneutral machen soll, hat die Europäische Kommission die Verabschiedung einer neuen Strategie zur Sektorkopplung (smart sector integration) angekündigt. Teil dieser Strategie soll auch eine Europäische Wasserstoffstrategie werden. Zur Vorbereitung der legislativen Arbeiten fanden im Mai dazu zwei öffentliche Konsultation statt, an der sich die Fernleitungsnetzbetreiber beteiligt haben.

Darin mahnen die FNB ein klares politisches Bekenntnis der Europäischen Union zu erneuerbaren und dekarbonisierten Gasen an. Diese grünen Gase sind unabdingbar für die Dekarbonisierung der verschiedenen Verbrauchssektoren (wie Industrie, Verkehr aber auch den Wärmesektor). Außerdem leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit und erhöhen die Akzeptanz der Energiewende. Um den Einsatz grüner Gase zu erhöhen, fordern die FNB gezielte Maßnahmen zur Förderung, wie z.B. die Festschreibung einer verbindlichen Handelsquote als Ergänzung zu einer spezifischen Zielvorgabe z.B. für Wasserstoff in den verschiedenen Verbrauchssektoren. Auch die Förderung für Elektrolyseure durch die Befreiung von Steuern und Abgaben auf den eingesetzten erneuerbaren Strom wäre eine gezielte Maßnahme für den Markthochlauf für Wasserstoff.  

Mit Blick auf die Europäische Wasserstoffstrategie verweisen die FNB auf die Notwendigkeit eines konsistenten Ansatzes für Wasserstoff in allen Initiativen, Strategien und Fördermechanismen auf europäischer Ebene. Die FNB sind überzeugt, dass ein europäisches Wasserstoffnetz einen Beitrag zur effektiven Dekarbonisierung leisten kann.

Dazu setzen die FNB auf die Weiternutzung bzw. Umnutzung der europäischen Gasinfrastruktur für Wasserstoff als Grundlage für einen kosteneffizienten Ansatz zum Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur in Europa. Das von den Fernleitungsnetzbetreibern im Januar 2020 veröffentlichte „visionäre H2-Netz“ könnte Blaupause für ein europäisches Wasserstoffnetz sein.  

Für die zügige Realisierung einer europäischen Wasserstoffinfrastruktur weisen die FNB auf die Schaffung der rechtlichen Voraussetzungen hin und schlagen vor, den bestehenden Erdgas-Regulierungsrahmen für Wasserstoff weiterzuentwickeln. Für die Entwicklung eines wettbewerblichen Wasserstoffmarktes braucht es einen u.a. diskriminierungsfreien Netzzugang und regulierte und damit verlässlich kalkulierbare Netzentgelte.  

Finanzielle Unterstützungsmechanismen für innovative H2-Projekte sowie Technologieneutralität sind weitere wichtige Maßnahmen um den Markthochlauf für Wasserstoff zu unterstützen.

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Anhänge

  • FNB Gas position EU hydrogen Strategy
    Download / 0.15MB / PDF / PDF FNB Gas position EU hydrogen Strategy
  • FNB Gas position paper EC smart sector integration
    Download / 0.17MB / PDF / PDF FNB Gas position paper EC smart sector integration
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