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Gas als wichtiger Bestandteil im deutschen Energiemix

Der Energieträger Erdgas kommt in fast allen Bereichen des alltäglichen Lebens zum Einsatz – angefangen im Wärmebereich über den Mobilitätssektor bis hin zur Stromerzeugung und dem Einsatz in der chemischen Industrie. Basiert der Gasverbrauch heute noch zum größten Teil auf der Verwendung konventionellen Erdgases, wird in Zukunft die Bedeutung erneuerbarer und dekarbonisierter Gase zunehmen. 

Gas ist nach Mineralöl mit einem Anteil von fast 25 Prozent der zweitwichtigste Primärenergieträger im Energiemix in Deutschland. Nach Angaben der AG Energiebilanzen wurden im Jahr 2017 rund 600 TWh Gas als Endenergie verbraucht (zum Vergleich: im Strombereich sind es 518 TWh/a). Der Löwenanteil der Erdgasnachfrage befindet sich im Wärmemarkt. Hier dominiert Erdgas aktuell mit einem Anteil von fast 50 Prozent. Doch kommt Erdgas nicht nur im Wärmemarkt zum Einsatz, sondern insbesondere auch bei der Stromerzeugung in Gaskraftwerken (weitere 211 TWh). Nicht zuletzt spielt Erdgas auch im Bereich der Mobilität eine zunehmende Rolle. Mit der Verwendung von verflüssigtem Erdgas (LNG) können Kreuzfahrschiffe und Tanker zumindest teilweise auf Schweröl verzichten und zu einer spürbaren Verminderung globaler Schadstoffemissionen beitragen. Außerdem liefert Erdgas in komprimierter Form (CNG) einen Kraftstoff für PKWs, LKWs und Busse, der im Vergleich zu Diesel und Benzin erheblich bessere Emissionswerte vorweist. Schon heute stellen Gasfahrzeuge vieler Marken eine umweltfreundliche Alternative dar, die an Reichweite und Tankzeit Benzinern in nichts nachstehen. CNG-Fahrzeuge emittieren, selbst wenn der Kraftstoff zu 100 Prozent aus Erdgas besteht, 25 Prozent weniger CO2 als Benzin und reduzieren den Stickoxid-Ausstoß im Vergleich zu Diesel sogar um 99 Prozent. Aktuell beträgt der Biomethan-Anteil im CNG im Bundesdurchschnitt bereits 20 Prozent, Tendenz steigend. Die CO2-Werte reduzieren sich bei einer Zumischung bis hin zu 100 Prozent grünen Gasen (Biomethan, synthetisches Methan) noch weiter. An etwa 150 CNG-Tankstellen in Deutschland ist dies bereits Realität. Damit fährt ein CNG-Fahrzeug heute schon nahezu klimaneutral.

Derzeit basiert der Gasverbrauch noch zum erheblichen Anteil auf konventionellem Erdgas. Andere gasförmige Medien,wie erneuerbare und dekarbonisierte Gase, zum Beispiel Wasserstoff oder synthetisches Methan, nehmen jedoch an Bedeutung zu und werden einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele leisten. Gas wird in Zukunft vollständig klimaneutral werden.

Mehr als 90 Prozent des Erdgases muss Deutschland importieren, vorrangig aus Norwegen, Russland und den Niederlanden. An den sogenannten Grenzübergangspunkten (GÜP) findet die Einspeisung ins deutsche Fernleitungsnetz statt, das aus einem unterirdischen Rohrleitungssystem von etwa 40.000 Kilometer Länge besteht. Die Fernleitungsnetzbetreiber sorgen dafür, dass das vom Händler georderte Gas zu den Transportkunden gelangt, also nachgelagerte Verteilnetzbetreiber wie Stadtwerke oder andere Energieversorgungsunternehmen sowie industrielle Verbraucher und Speicherbetreiber.

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