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Versorgungssicherheit

Als Erdgastransporteure sorgen wir zusammen mit den Erdgasversorungsunternehmen sowie den Händlern und Speicherbetreibern für eine hochgradig sichere und zuverlässige Versorgung Deutschlands mit Primärenergie. Um dieser Aufgabe auch künftig gerecht werden zu können, gestalten wir die Energiewende mit und bereiten unser Transportnetz auf den Durchfluss erneuerbarer und dekarbonisierte Gase vor.

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Ein Viertel der Primärenergieversorgung in Deutschland erfolgt durch Erdgas. Erdgas besitzt damit eine wichtige Rolle für die Energieversorgung der Bundesrepublik. Trotz einer nur geringen Erdgasförderung auf deutschem Boden gilt die nationale Versorgung als hochgradig sicher und zuverlässig. Dafür sorgen Erdgastransport- und -versorgungsunternehmen sowie Händler und Speicherbetreiber. Die letzte Verantwortung für die Versorgungssicherheit liegt bei den zuständigen Behörden Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie der Bundesnetzagentur. Die Bundesnetzagentur ermittelt jährlich den Durchschnittswert der Gas-Versorgungsunterbrechungen für alle Letztverbraucher in Deutschland (SAIDI: System Average Interruption Duration Index). Mit diesem Index werden ungeplante Unterbrechungen gemessen, die auf Einwirkungen durch Dritte, Störungen im Bereich des Netzbetreibers, Rückwirkungen aus anderen Netzen oder sonstige Störungen zurückzuführen sind. Im Jahr 2018 betrug er 30 Sekunden. Dies ist der bisher niedrigste Wert, den die Bundesnetzagentur im Rahmen ihrer Ermittlungen des Index ermittelt hat.

Weitere Informationen finden sich bei der Bundesnetzagentur zum Stichwort SAIDI.

Da Deutschlands Erdgasbedarf nur zu einem sehr geringen Teil aus nationalen Quellen gedeckt werden kann - 2018 lag dieser bei 6,5 Prozent des jährlichen Erdgasverbrauchs - ist es wichtig, die Abhängigkeit von einzelnen ausländischen Anbietern möglichst klein zu halten. Das geschieht, indem man den Zugang zu möglichst vielen Gasbezugsquellen gewährleistet. Diese Diversifikationsstrategie beim Import von Erdgas betrifft sowohl infrastrukturelle Aspekte als auch die Ebene internationaler Geschäftsbeziehungen, wobei der Verantwortungsbereich der Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) in der Bereitstellung der Infrastruktur für die Übernahme und den Transport der importierten Erdgasmengen liegt.

Zum Transport des Erdgases auf der oberen Druckstufe betreiben die FNB ein gut ausgebautes und sichereres Transportnetz. Mit ihren Netzausbaumaßnahmen tragen die FNB zur kontinuierlichen Steigerung der Versorgungssicherheit in Deutschland bei - unter anderen durch die Erhöhung der Transportkapazitäten an Grenzübergangspunkten oder die Umstellung des L-Gas-Marktraums auf H-Gas.

Für einen koordinierten Netzausbau sorgt der Netzentwicklungsplan Gas (NEP Gas), der seit 2012 jährlich und seit 2016 alle zwei Jahre gemeinsam von den FNB erstellt wird. Um den NEP-Prozess zu koordinieren und zu unterstützen haben sich die FNB im Jahr 2012 in der Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas e.V. (FNB Gas) zusammengeschlossen.

Wichtig für die Absicherung der Erdgasversorgung sind auch die bestehenden Speicherkapazitäten. Aktuell werden in Deutschland an 49 Standorten Untergrundspeicher (17 Porenspeicher und 32 Kavernenspeicher) betrieben, die circa 24,3 Mrd. m³ Arbeitsgas aufnehmen können. Damit verfügt Deutschland über die mit Abstand höchste Speicherkapazität in der EU. Ihre räumliche Verteilung erstreckt sich nahezu über Gesamtdeutschland, wobei aufgrund der geologischen Gegebenheiten regionale Schwerpunkte im Nordwesten, in Mitteldeutschland und im Südosten des Landes liegen.

Positiv auf die Versorgungssicherheit wirkt sich darüber hinaus auch die hohe Liquidität des deutschen Gashandelsmarktes aus. Hier können jederzeit im Bedarfsfall auch kurzfristig Erdgasmengen zu wettbewerblichen Marktpreisen beschafft werden.

Erdgas spielt ebenso eine bedeutende Rolle bei der Absicherung der Stromversorgung. Derzeit liegt der Anteil von Erdgas an der Stromerzeugung in Gaskraftwerken bei rund 13 Prozent. 2017 wurden nach Angaben der AG Energiebilanzen 211 TWh Gas in Kraftwerken zu Strom umgewandelt. Dieser Anteil wird sich in den kommenden Jahren mit Blick auf den bevorstehenden Ausstieg aus der Kernenergie und der Kohle voraussichtlich weiter erhöhen. Auch in Phasen mit geringer Einspeisung aus erneuerbaren Energien oder bei Netzengpässen im Stromnetz haben die deutschen Gaskraftwerke heute schon, insb. in Süddeutschland, eine hohe Bedeutung für die Systemstabilität. Aufgrund ihrer flexiblen Einsatzmöglichkeit sind Gaskraftwerke eine ideale Ergänzung für die wetterabhängige, schwankende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Ohne eine derartige Ergänzung kann der weitere Ausbau von Windrädern und Photovoltaikanlagen seine Wirkung auf die Energieversorgung Deutschlands nicht entfalten.

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